Nächte Des Lesens 2026: Fünf Abende, Tausend Geschichten In Der Île-de-france
Vom 21. bis 25. Januar wird die Île-de-France von umgeblätterten Seiten widerhallen: Fast 1.200 Veranstaltungen laden Jung und Alt ein, einfach nur die Freude am Lesen zu feiern.
Ein mittlerweile erwartetes Treffen
Die Nächte des Lesens kehren für ihre 10. Ausgabe zurück und unsere Region erwartet diesen Moment mit Spannung. Auf Vorschlag des Kulturministeriums eingeführt und vom Centre national du livre (CNL) getragen, verzeichnet die Veranstaltung bereits fünf aufeinanderfolgende Jahre.
Die Idee bleibt dieselbe: Das Publikum rund um die Wörter zum Klingen bringen, bei Tag und Nacht, und daran erinnern, dass ein Buch genauso geteilt werden kann, wie es in Stille verschlungen wird.
Bei den Treuen wird der Zeitraum vom 21. bis 25. Januar bereits im Kalender markiert, ein kultureller Neustart, der genau zur rechten Zeit kommt, direkt nach dem Trubel der Feiertage.
Fünf Tage, fünf Nächte, ein Thema
Für 2026 lautet der rote Faden "Städte und Landschaften". Eine Einladung, von einem imaginären Wolkenkratzer zu einer tröstlichen Wiese zu wechseln, ohne seinen Sessel (oder seine U-Bahn-Bank) zu verlassen.
Der Kontrast zwischen Urbanität und Ländlichkeit wird sowohl die Inszenierungen als auch die Textauswahl inspirieren. Man kann also Lesungen erwarten, die von Asphalt, Pfaden, städtischen Gerüchten oder ländlicher Stille sprechen, manchmal alles gleichzeitig.
Ein schöner Vorwand, vor allem um daran zu erinnern, dass ein guter Roman von einem Gebiet zum anderen reist, ohne viel Aufhebens zu machen.
Nahezu 1.200 Veranstaltungen in der Île-de-France
Laut der Mitteilung sind nahezu 1.200 Veranstaltungen bereits in der Île-de-France erfasst. Das heißt, es wird immer eine Seite zum Teilen geben, vom Zentrum von Paris bis zu den Nachbarstädten. Die Auswahl entwickelt sich noch (die Anmeldungen sind noch nicht abgeschlossen), aber bereits jetzt haben Bibliotheken, Buchhandlungen, Theater, Museen, Schulen und sogar Justizvollzugsanstalten zugesagt. Diese Fülle ist schwindelerregend, einverstanden, aber sie beweist vor allem, dass es rund um das Buch nie an Ideen mangelt.
Ikonische Orte im Tanz
Das Programm 2026 hat auch eine Vorliebe für große Kulissen. Der Triumphbogen, das Institut de France, die BnF, der Grand Palais und die Cité des Sciences et de l'Industrie werden ihre manchmal majestätischen, manchmal ungewöhnlichen Wände für Lesungen, Workshops oder Performances zur Verfügung stellen.
Zwischen historischen Vergoldungen und futuristischen Korridoren passt der Kontrast perfekt zum Thema "Städte und Landschaften": ein Fuß in der Moderne, der andere in der Erinnerung.
Zwei Höhepunkte angekündigt
Um gleich zu Beginn den Rahmen zu setzen, wird das Haus der Geschichten am Mittwoch in Paris den Auftakt geben. Und weil ein Literaturfest durchaus mit DJ-Set oder anstoßenden Gläsern harmonieren kann, ist für Freitag im Ground Control ein Abend geplant, der als "literarisch und festlich" bezeichnet wird.
Die praktischen Details stehen noch aus, aber man munkelt bereits, dass sich die Diskussionen bis spät in die Nacht ziehen könnten, was logisch ist, schließlich sind es ja Nächte...
Zwei Federn als Paten
Zur Begleitung dieser 10. Ausgabe haben die Organisatoren Marie-Hélène Lafon und Laurent Gaudé eingeladen.
Die beiden Schriftsteller werden Patin und Pate der Veranstaltung. Ihre Anwesenheit, mehr symbolisch als institutionell, verbreitet eine schöne Energie: Man liest, man hört zu, manchmal schreibt man auch, getragen von Stimmen, die wissen, was Erzählen bedeutet.
Kleine und große Lektüren
Die Stärke des Konzepts liegt in der Vielfalt der Formate. Vorlesen im Schein einer Lampe, Schreibwerkstatt im Herzen einer Mediathek, Klangspaziergang in einem Museum... Jede Einrichtung greift auf ihre Palette zurück. Es spricht auch nichts dagegen, sich einfach auf einen Sitzsack zu setzen, Kopfhörer auf den Ohren, um einen aufgenommenen Text zu genießen. Das Wesentliche bleibt die gemeinsam verbrachte Zeit, in der man sich von einem Satz, einer Figur, einem Rhythmus überraschen lässt.
Ein Publikum aus allen Gesellschaftsschichten.
Die Mitteilung erinnert daran, dass die Veranstaltung sich an alle richtet, ohne Alters- oder Wohnortunterschiede.
Im vergangenen Jahr wurden überall in Frankreich 8.500 Veranstaltungen organisiert, eine Zahl, die das Ausmaß der nationalen Begeisterung verdeutlicht. Auch in diesem Jahr werden Stadtteilbibliotheken, Gemeinschaftsräume oder französische Institute im Ausland die Bemühungen fortsetzen.
Zwischen den Zeilen steht dieselbe Überzeugung: Das Lesen baut Brücken, wenn man ihm die Gelegenheit dazu gibt.
Die Nacht zum Lesen vorbereiten
Um das Beste aus der Programmierung herauszuholen, ein ganz einfacher Tipp: regelmäßig die offizielle Website besuchen.
Die Zeitfenster werden hinzugefügt, präzisiert und manchmal verschoben. Man muss kein Marathonleser sein, man kann sich für ein einziges Treffen entscheiden oder im Gegenteil mehrere Sitzungen kombinieren.
Die Idee ist auch, sich von einem Text überraschen zu lassen, den man selbst nie geöffnet hätte.
Nota Bene
- CNL: das Centre national du livre, eine öffentliche Einrichtung unter der Aufsicht des Kulturministeriums, unterstützt die Buchbranche (Autoren, Verleger, Buchhändler, Bibliotheken).
- Ground Control: ein hybrider Pariser Raum, der Gastronomie, Kultur und Workshops verbindet und oft für öffentliche Veranstaltungen genutzt wird.
- Maison des histoires: Name, der in der Mitteilung dem Pariser Ort gegeben wurde, der am Mittwoch die Lesungen eröffnen wird.
Zusammenfassend... und zücken Sie Ihre Kalender!
Fünf Tage, fast 1.200 Veranstaltungen, ein Thema "Städte und Landschaften", zwei Schriftsteller als Patin und Pate: Die Nächte des Lesens 2026 versprechen schöne Ausflüge zwischen imaginären Gassen und Papierfeldern. Um das weitere Programm zu erfahren und Ihre Termine zu reservieren, besuchen Sie die offizielle Website. Viel Spaß beim Lesen!


