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Koreanischer März: 3 Pariser Termine, Um Die Weibliche Schöpfung Von Seoul Bis Zur Seine Zu Feiern

Koreanischer März: 3 Pariser Termine, Um Die Weibliche Schöpfung Von Seoul Bis Zur Seine Zu Feiern

Kino, Literatur, Performance: Im März rollt das Koreanische Kulturzentrum einen sehr weiblichen roten Teppich aus. Drei Abende, drei Künstlerinnen, ein roter Faden: den heutigen koreanischen Frauen eine Stimme geben. Bereit für die Reise?

Ein koreanischer Hauch über der Hauptstadt.

Nur einen Steinwurf von den Champs-Élysées entfernt hat sich das Koreanische Kulturzentrum (20 Rue La Boétie) als eine der unverzichtbaren Adressen etabliert, um die Hallyu-Welle jenseits des K-Pop zu verstehen.

Nach einem Rekord von über 60.000 Besuchern im Jahr 2023 beeindruckt die Institution mit einem 100 % weiblichen Programm vom 19. bis 26. März.

Auf dem Programm: ein packender Spielfilm, ein seltenes literarisches Austauschformat und eine Darbietung, die Poesie und Meditation vereint. Eine Gelegenheit, künstlerische Perspektiven und gesellschaftliche Fragestellungen zur Rolle der Frauen hier und dort zu verbinden.

19. März: „Kim Jiyoung, geboren 1982“, das Phänomen neu entdecken

Der 2019 erschienene Film von Kim Do-young adaptiert den Bestseller von Cho Nam Joo. In Südkorea wurde der Roman über 2 Millionen Mal verkauft und in 18 Sprachen übersetzt, ein Zeichen für einen weiblichen Unmut, der über die Grenzen hinausgeht.

Die Vorführung in Paris wird die Gelegenheit bieten, (wieder) in das scheinbar gewöhnliche Leben von Jiyoung einzutauchen, einer Dreißigjährigen, die mit dem alltäglichen Sexismus in ihrem Alltag konfrontiert ist. Zwischen Schweigen, kleinen Demütigungen und unterdrücktem Zorn zeichnet der Film ein eindrucksvolles Porträt einer Gesellschaft, die noch immer vom Patriarchat geprägt ist.

Gut zu wissen: Die Vorstellung ist kostenlos mit Anmeldung, aber die Plätze sind in der Regel innerhalb von weniger als 48 Stunden ausgebucht. Ein Tipp? Aktivieren Sie die Benachrichtigungen...

20. März: Cho Nam Joo vor dem Pariser Publikum

Es ist das literarische Ereignis dieses Frühlingsanfangs: Die Autorin wird an einem einzigartigen Treffen und einer Frage-und-Antwort-Runde teilnehmen. Ihre Stimme zählt: 2020 setzte sie das Time Magazine auf seine Liste der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten, weil sie eine nationale Debatte über Geschlechtergleichheit ausgelöst hatte.

In Paris wird sie auf den Werdegang des Buches, seine Verfilmung und die manchmal gewaltsamen Auswirkungen auf ihr eigenes Leben zurückblicken.

Für Liebhaber schöner Widmungen plant das Team des Zentrums eine Buchhandlungsecke mit der französischen Ausgabe, die bei Nouveaux Millénaires veröffentlicht wurde. Auch die Gelegenheit, ihren neueren Essay "Miss Kim Knows" zu entdecken.

26. März: Die ehrwürdige Ju Seok, wenn die Poesie dem Zen nahekommt

Die buddhistische Nonne und Künstlerin Ju Seok (von den Südkoreanern liebevoll "Seonim" genannt) erforscht seit zwanzig Jahren die Resonanz zwischen jahrtausendealten Gesängen und zeitgenössischer Kunst.

Auf der Bühne verbindet sie gesungene Gedichte, Mantras und lebendige Kalligrafie, alles in Echtzeit projiziert. Das Ergebnis: ein innegehaltener Moment, irgendwo zwischen Performance und kollektiver Meditation.

Ein seltenes Format in Europa, noch seltener in einem intimen Raum mit 100 Plätzen. Schließen Sie die Augen, lassen Sie sich treiben: Der Saal verwandelt sich für einen Abend in einen Tempel.

Warum diese Termine (wirklich) nicht verpasst werden sollten

  • Aktuelle Nachrichten: Die Frage der Gleichstellung von Frauen und Männern bleibt in Korea zentral, das laut dem Global Gender Gap 2023 auf Platz 105 von 146 Ländern liegt.
  • Transversalität: Kino, Literatur, darstellende Kunst... drei sich ergänzende Zugänge.
  • Kostenlosigkeit: Alle Aktivitäten werden bei einfacher Anmeldung angeboten. Ein Glücksfall in einem oft teuren Paris.
  • Seltenheit: Cho Nam Joo gibt außerhalb Asiens nur wenige öffentliche Interviews. Was Ju Seok betrifft, so ist dies sein erster Auftritt in Frankreich seit 2018.

Die Hallyu-Welle schwillt weiter an.

Der südkoreanische Soft Power beschränkt sich nicht mehr nur auf Boybands. Im Jahr 2022 überstiegen die kulturellen Exporte des Landes 13 Milliarden Dollar, eine Zahl, die trotz der Pandemie um 8 % gestiegen ist.

Netflix-Serien wie "The Glory", Oscar-prämierte Filme ("Parasite") oder in Dramen adaptierte Webtoons... Das französische Publikum folgt neugierig und treu: Laut CNC hat sich der Marktanteil des koreanischen Kinos in französischen Kinos in den letzten fünf Jahren fast verdoppelt.

Dieses Programm des Koreanischen Kulturzentrums fügt sich also in eine grundlegende Bewegung ein, die Entdeckung und Demokratisierung verbindet.

Praktische Informationen: Termine, Anmeldungen, Zugang

Adresse: 20 rue La Boétie, 75008 Paris (U-Bahn Saint-Philippe du Roule / Miromesnil).
Reservierung: über die offizielle Website coree-culture.org (Reiter Veranstaltungen).
Öffnungszeiten: Vorführungen und Aufführungen um 19 Uhr, Einlass 30 Minuten vorher.
Preis: 0 €, solange der Vorrat reicht.
Barrierefreiheit: Rollstuhlgerechter Saal, Simultanübersetzung ins Französische während der literarischen Begegnung.

Kleine Vokabelpause

Hallyu: wörtlich "koreanische Welle", ein Begriff, der die weltweite Popularisierung der südkoreanischen Kultur seit den 2000er Jahren bezeichnet.
Seonim: ehrenvoller Titel, der buddhistischen Nonnen in Korea verliehen wird.
Mantra: heilige Formel, die gesungen oder rezitiert wird und dazu gedacht ist, den Geist zu kanalisieren.

Nota Bene: Die genannten Zahlen stammen aus offiziellen südkoreanischen Berichten und französischen Kultureinrichtungen, abgeglichen zum 1. Februar 2024.

Abschließend: ein weiblicher Mars, ein vielfältiges Paris.

Ob Sie ein Filmfan, ein eifriger Leser oder einfach nur neugierig auf einen außergewöhnlichen Abend sind, diese drei Veranstaltungen bieten einen Einblick in die zeitgenössische koreanische weibliche Schöpfung.

Auch ein Spiegel unserer eigenen Debatten. Denn obwohl die Straßen von Seoul und Paris 10.000 km voneinander entfernt sind, scheinen die Bestrebungen, Freiheit, Anerkennung, Gleichheit universell zu sein. Also, treffen wir uns im Zentrum?

Autor: Loïc
Copyright bild: corée culture
Weitere Informationen: https://coree-culture.org
Auf Französisch: Mars coréen : 3 rendez-vous parisiens pour célébrer la création féminine de Séoul à la Seine
Auf Englisch: Korean March: 3 Parisian dates to celebrate female creativity from Seoul to the Seine
Auf Spanisch:
Auf Italienisch: Marzo coreano: 3 appuntamenti parigini per celebrare la creazione femminile da Seoul alla Senna
Korea Manie: Woher kommt die Begeisterung für die Kultur Koreas?
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