Die Mycéliades 2026: Wenn Die Science-fiction überall In Frankreich Wurzeln Schlägt

Vom 31. Januar bis 15. Februar 2026 kehrt das Festival Science & Fiction "Les Mycéliades" für eine vierte Ausgabe unter dem Zeichen der Resilienzen zurück. Kinos und Mediatheken schließen sich in über 80 Städten zusammen, um gemeinsam mögliche Zukünfte zu gestalten.

Eine vierte Ausgabe, die vielversprechend reichhaltig erscheint.

Nach drei Jahren der Keimung dringen Les Mycéliades noch tiefer ein. Das Festival, das von der ADRC und Images en Bibliothèques mitgeleitet wird, begibt sich erneut auf Tour (und in die Regale) für ein neues Eintauchen, das Kino, Bücher, Comics und Videospiele vereint.

Die Idee bleibt dem Kern des Projekts treu: Brücken zwischen Fantasie und wissenschaftlichem Ansatz zu schaffen, ohne den besonderen Nervenkitzel zu verlieren, der großen Science-Fiction-Epen eigen ist.

Termine zum Vormerken (und Unterstreichen)

Vom 31. Januar bis 15. Februar 2026 wird sich die Galaxie Mycéliades gleichzeitig in über 80 Städten in der französischen Metropole und Übersee entfalten.

Zwei volle Wochen lang werden Kinos und Mediatheken, die sich zu Paaren zusammengeschlossen haben, ein maßgeschneidertes Programm präsentieren. Jede Einrichtung behält ihre Freiheit: Einige werden auf große Klassiker setzen, andere auf Entdeckungen, aber alle werden unter derselben Flagge voranschreiten.

Ein neuartiges Netzwerk von Kinos & Mediatheken

Das inzwischen gut eingespielte Prinzip beruht auf einer Netzwerkzusammenarbeit: ein Bildschirm, eine Bibliothek und die Neugier als einziger Kompass.

Die Vorführungen stehen im Dialog mit Workshops, Meisterklassen und manchmal sogar LAN-Partys. Man wechselt von einem dunklen Saal zu einer Podiumsdiskussion, ohne die Straße zu wechseln. Das Ergebnis: ein Publikum, das navigiert, sich austauscht und oft mit dem Wunsch nach Hause geht, die Sitzung zu verlängern, indem es die Seiten eines Romans (oder eines Mangas) umblättert, der zwanzig Meter weiter entdeckt wurde.

Resilienzen: Der rote Faden 2026

In diesem Jahr wird das Thema Resilienzen in drei Nuancen aufgefächert: die Zusammenbrüche: wenn die Katastrophe die bestehende Ordnung erschüttert,der menschliche Widerstand: wie sich Gesellschaften angesichts des Chaos neu organisieren,der Schutz des Lebens: bewahren, was noch bewahrt werden kann. Drei Achsen also, aber eine gleiche Frage im Hintergrund: Was tun wir nach dem Sturm? Das Festival versteht sich als Labor, nicht als Klassenzimmer; jeder wird dort seine eigenen Ansätze finden.

Im Rampenlicht: von Nausicaä bis Mad Max

Auf der großen Leinwand spielt die Auswahl die Karte des Kaleidoskops. Man kann bei Train to Busan zittern, die heiße Straße von Mad Max neu entdecken oder mit den Kreaturen von Nausicaä abheben. Die vollständige Liste umfasst sowohl post-apokalyptische Horizonte (Snowpiercer, Soylent Green) als auch die Weltraum-Odyssee (Apollo 13). Nicht zu vergessen Kurzfilme, die von der Agentur für Kurzfilme entdeckt wurden und perfekt geeignet sind, um in wenigen Minuten die Fantasie herauszufordern.

Gäste aus allen kreativen Planeten

Um Debatten und Begegnungen zu beleben, bringt das Festival eine Vielzahl von Autor*innen, Videokünstler*innen, Illustrator*innen oder Wissenschaftler*innen zusammen. Einige Namen sind bereits im Umlauf: der Comiczeichner Mathieu Bablet, der Astrophysiker Roland Lehoucq, die Romanautorin Catherine Dufour oder die Videokünstler von Calmos. Die Idee ist erneut nicht, einen Frontalunterricht zu halten, sondern die Diskussion anzuregen, sodass man die Vorführung mit vielen Fragen im Kopf verlässt... und vielleicht mit ein wenig mehr Hoffnung.

Eröffnungswochenende im Forum des Images

Paris wird an einem besonderen Wochenende im Forum des images den Startschuss geben. Eventvorführungen, Begegnungen und Überraschungen sind dort angekündigt. Natürlich steht nichts im Wege, sich der Feier auch anderswo anzuschließen: von Créteil bis Noisy-le-Grand, von Montreuil bis Gonesse wird sich Île-de-France einstimmen, bevor die Welle in andere Regionen aufsteigt (oder absteigt).

Eine intergalaktische Karte, um sich zurechtzufinden.

Mit über 80 leuchtenden Punkten auf dem Radar war ein Werkzeug unerlässlich: Die offizielle Website bietet eine aktualisierte " intergalaktische Karte ". Man klickt, zoomt, entdeckt sein Lieblingskino und steht in wenigen Minuten auf dem Bürgersteig. Die lokalen Programme werden laut dem Team bis Mitte Januar online gestellt. In der Zwischenzeit beginnt der YouTube-Kanal des Festivals bereits, Teaser und Interviews zu verbreiten.

Nota Bene

Resilienz: Ein Begriff, der sowohl aus der Ökologie als auch aus den Sozialwissenschaften entlehnt ist. Er bezeichnet die Fähigkeit eines Systems (menschlich oder nicht), einen Schock zu absorbieren und sich neu zu formieren. Das Festival erforscht dies aus der Perspektive der Fiktion, ohne den Anspruch zu erheben, die Debatte abzuschließen.

Mediathek: Ein kultureller Ort, der Bücher, Comics, CDs, Videospiele... und zunehmend auch Projektionen oder digitale Workshops beherbergt.

Bereit für die Reise?

Die Mycéliades 2026 werden die Bildschirme, die Regale und hoffentlich unsere kollektive Fähigkeit, sich ein Morgen vorzustellen, zum Vibrieren bringen. Nichts hindert daran, zu stöbern, zu binge-watchen oder einfach nur Hallo zu sagen. Eine Gewissheit bleibt: Fünfzehn Tage lang wird Science-Fiction überall sein, wo man sie erwartet... und vor allem dort, wo man sie nicht erwartet. Für praktische Informationen ist der Treffpunkt auf der offiziellen Website festgelegt. In Ihre Kalender, die Reise beginnt bald!